Zwischenergebnisse

Eine kurze Zusammenfassung und Chronologie der abgeschlossenen und zum Teil noch laufenden Teilprojekte innerhalb des Goldschakalprojektes Österreich.

2015: Goldschakale können in vielen Arealen in Österreich leben, sie sind Generalisten und sehr anpassungsfähig. Zwei Habitatmodelle veranschaulichen dies hier (dunkelgrün = hohes Potential, rot = eher Ausschlussgebiet) Modell zwei verdeutlicht die tendenzielle Nutzung in Fluss- und Bachnähe.

Zitation: Hatlauf J., Suppan F. & Hackländer K. (2016): Der Goldschakal (Canis aureus, L.1758) – Status, Habitatfaktoren und Modellierungsansatz. Säugetierkundliche Informationen 50. Symposiumsband Säugetierschutz – Schutzbemühungen um die heimische Säugetierfauna. Jena, 133-153.


2016: Erste Zwischenergebnisse (Ergebnisse der Pilotstudie, gefördert durch das BOKU Forschungsstipendium für Absolventen) des bioakustischen Monitorings und der Zusammenstellung von Zufalssichtungen wurden in diesen Karten zusammengefasst:

Erstes bioakustisches Monitoring Österreich

Zusammenfassung der Einzelsichtungen (inkl. erstem positiven Rufpunkt)

Zitation: Hatlauf J. & Hackländer K. (2016): Preliminary results for golden jackal (Canis aureus) survey in Austria. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 41. Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. (GWJF), Melsungen, 295-306.


2017:  Graphische Zusammenfassung (Poster) der weiterführenden Untersuchungen (gefördert durch die Stiftung Aktion Österreich – Ungarn)

Poster 2017 Darstellung von weiteren Nachweisen

Zitation: Hatlauf J., Heltai M., Szabó L. & Hackländer K. (2017): Golden jackal (Canis aureus) occurrence in Austria: from first records to recent findings. 33rd International Union of Game Biologists Congress, IUGB, Montpellier 2017, 178Ausserdem wurde im Jahr 2017 die Erstellung der Goldschakal Broschüre vom Nationalpark Neusiedler See gefördert. (Veröffentlicht 2018)


Zitation: Hatlauf, J. (2018): Der Goldschakal in Östereich. Mit Fokus auf den Lebensraum im Nationalpark NeusiedlerSee – Seewinkel. Hrsg: Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel und Goldschakalprojekt Österreich- IWJ, Universität für Bodenkultur Wien 1-36. ISBN: 978-3-900932-54-1


2018: Fokus des Projektes in Grenzgebieten Österreich-Slowakei (Projektförderung der Stiftung Aktion Österreich Slowakei).

Zitation: Guimaraes N., Wirk L., Urban P., Hatlauf J (2019): Searching for shy canid species – Wolf (Canis lupus) and golden jackal (Canis aureus) records in potential co-existence areas of Austria and Slovakia. Zoological Conference, Brno, Czech Republic, 08.02.2019.


2019:  Im Jahr 2019 wird ein Unterprojekt zur Analyse der Futteraufnahme gestartet (gefördert durch die Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien). Viele Praktikanten sind hier nach wie vor tätig. Ergebnisse werden 2020 präsentiert.


Weiters 2019: erste Ergebnisse der Spürhunde Arbeit auf der Suche nach Goldschakalnachweisen werden zusammengefasst bei der GFÖ Tagung in Deutschland präsentiert. (Daten folgen)

Zitation: Böcker F., Wirk L., Heltai M., Szabó L., Collet S., Hatlauf J (2019): Jackal and Hide – scat detection dogs help to monitor golden jackals (Canis aureus) 49th Annual Meeting of the Ecological Society of Germany, Austria and Switzerland, Münster, GERMANY, SEPT 9-13, 2019


Karten (Stand 06/2019)

Es wurde zwischen 2016 und 2019 AKTIV und PASSIV Nachweise und Hinweise gesammelt. Passiv, bedeutet, dass durch die Homepage eine Plattform geschaffen wurde, über diese Zufallssichtungen (passiv) gemeldet werden können.

Im Jahr 2016 wurden alle österreichischen Jagdverbände eingeladen sich an der Nachweissuche und Bestätigung zu beteiligen. Es wurde daraufhin von manchen diese Information über Verteiler oder Newsletter an die Jagdkartenbesitzer weitergeleitet. Darüber hinaus gab es zwischen 2016 und 2018 die Möglichkeit sich über die Citizen Science Österreich Homepage zu informieren und Sichtungen zu melden. Hierbei gab es zu einem Großteil Meldungen von Fuchs-Sichtungen. (Als F vermerkt)

Pyramiden = C1 (bestätigte Nachweise)

Sterne = C3 (Hinweise, ohne handfesten Beleg)


Die farbigen 10x10km (nächste Abb.) zeigen, dass hier aktiv bioakustisches Monitoring durchgeführt wurde. Dunkelgrün bedeutet, dass hier eine Gruppe über 2 Saisonen beobachtet werden konnte. Violet deutet darauf hin, dass hier trotz zweifacher Überprüfung nur in einem Jahr eine Antwort erzielt wurde. Hellgrün bedeutet, dass hier an zumindest einem Punkt Rufmonitoring durchgeführt wurde (ohne positive Antwort). Es wurde immer gemeinsam mit Grundbesitzer und/oder Jagdausübungsberechtigtem durchgeführt. (unter downloads finden Sie weitere Informationen über das akustische Monitoring)

KEINE ANTWORT bedeutet aber natürlich nicht, dass keine Goldschakale in dem Gebiet gesichtet werden können. Es kann immer sein, dass die Tiere nicht antworten – wobei zu erwähnen ist, dass sie generell sehr leicht zu stimulieren sind. In “neu” besiedelten Gebieten kann aber durchaus eine eindeutige Antwort ausbleiben. Da die Tiere sehr heimlich leben und nachtaktiv/ bzw. dämmerungsaktiv sind, ist es daher nicht verwunderlich, dass man sie oft sehr lange nicht oder nur sehr selten wahrnimmt.

Es ist zu vermerken, dass in manchen Gebieten von Goldschakalvorkommen berichtet wurde, jedoch eine handfeste Bestätigung bisher ausblieb.



Ein Zwischenergebnis, der Anzahl bisher katalogisierten Nachweise, lässt sich wie folgt darstellen. Hier nach Bundesländern aufgeteilt (BAM C1 = positive Antwort durch akustisches Monitoring). 2019 fand erst in der Steiermark bioakustisches Monitoring statt (ohne pos. Antwort). Es wurden in den letzten 3 Jahren knapp 300 “Rufpunkte” durchgeführt.

Zitation: Hatlauf J (2019): Kurzfassung – Projektbericht 10/2019. Goldschakalmonitoring in Österreich (2016-2019). Universität für Bodenkultur Wien (in Bearbeitung) 

aktuelle Karte 10/2019

Eine differenzierte Betrachtung ist natürlich notwendig, da die (passive) Datensammlung sowohl von der “Meldefreudigkeit” z.B der Jägerschaft und der Bevölkerung abhängt als auch das akustische Monitoring (aktive Sammlung) quasi von der “Meldefreudigkeit” der Goldschakale. Diese Darstellungen zeigen also eine Minimum-Zahl. Es ist auch noch weiter zu untersuchen, wie Gruppen mit benachbarten Gruppen zusammenhängen, und ab welchem Punkt man diese als zwei Gruppen bezeichnet. Dies wird international diskutiert und soll in Zukunft weiter untersucht werden.

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