Spürhunde und Goldschakale

IN MEMORIAM – MOLLY

Molly war die Seniorin in der Runde und ein alter „Hase“ im Suchen von Anwesenheitszeichen. Seit 2018 war sie im aktiven Einsatz zur Suche von Hinweisen (Kot, Haare, Urin, Blut, Risse) für das Monitoring von Wölfen. Neben ihrem täglichen Einsatz in Sachsen und Brandenburg, wurde sich bereits erfolgreich im Wolfsmonitoring in Niedersachsen, Österreich, der Schweiz und der Slowakei eingesetzt. Mit Ihrer Hundeführerin Lea hatte Molly nicht nur den Master Wildtierökologie und Wildtiermanagement abgeschlossen, sondern war schon in so manchen Gebieten im Dienste der Forschung über Stock und Stein gelaufen. Sie hat aber auch beherrscht nach Goldschakal Losung zu suchen und in unseren bilateralen Projekten mit Ungarn und Polen ihr Können bewiesen.

Dieses eingespielte Team ließ sich bei ihrer Suche wirklich nicht leicht aus der Ruhe bringen. Molly war eine unglaublich sanftmütige, gelassene aber auch immer wieder fröhliche Hündin. Es war wunderschön den beiden beim Arbeiten zuzusehen. Lea brauchte nur ein kleines (für Menschen aber kaum sichtbares) Handzeichen zu geben und Molly wusste gleich was zu tun war.

Danke dass du uns begleitet hast, wir vermissen dich sehr!


Spürhunde auf der Suche nach Goldschakal Losung

Hunde sind in der Suche um einiges effizienter als wir Menschen und die feine Nase kann den Kot des Schakals leicht von dem eines Fuchs oder Hundes unterscheiden. Deshalb werden für das Goldschakal Projekt zwei Spürhunde speziell für den Einsatz in Österreich ausgebildet – um nach Losung zu suchen. Die Losung kann weiter Aufschluss über die mögliche Anwesenheit von Goldschakalen im Untersuchungsgebiet und weiterführend über die familiären Strukturen der Tiere geben.


Projekt Spürhunde Österreich – Ungarn

First results are summarised here:


Erste Goldschakal-Spürhunde werden in Österreich ausgebildet um auf Goldschakal – Losungssuche zu gehen.

Stefan und Robin

Stefan Knöpfer und Robin Hood

Stefan Knöpfer ist ausgebildeter Tierpfleger, Leiter von ORNITHOCLIMBING, Ornithologe und seit 2018 zertifizierter Spürhunde-Führer.  Seit 2019 arbeitet er mit seinem Spürhund „Chilly“ für Birdlife im Einsatzfeld „Bird-crime“. Die beiden suchen Vogelkadaver; seit 2020 auch im Kollisions-Monitoring unter Windrädern im Osten Österreichs.

Der Bordercollie „Robin Hood“ ist seit Anfang November 2020 bei Stefan. Früh schon hat sich der Welpe für die Suche interessiert, da er sie immer wieder bei Übungseinsätzen von Chilly miterlebt. Bei der Ausbildung zum Spürhund steht Robin Hood natürlich noch am Anfang, aber Stefan hat Großes mit Robin vor: Hüten und Suchen. Hüten der eigenen Ziegenherde und Suchen nach Tierkadavern sowie Goldschakal Losung!


Doris Kriegsherr und Giorgina

Doris und Giorgina

Zu Doris kam die Lagotto Romagnolo Hündin Giorgina vor sieben Jahren. Sie stammt aus Italien und das Suchen wurde ihr bereits in die Wiege/ins Körbchen gelegt, da beide Eltern professionelle Trüffelsuchhunde sind. Nach einer fundierten Ausbildung zum Trüffelsuchhund schauten sich Doris und Giorgina nach einer neuen Herausforderung um und lernten die NATURSCHUTZHUNDE kennen – damit begann einen intensive und spannende Zeit. Es folgte eine Ausbildung und Zertifizierung zum Kadaverspürhund und seit Juli 2020 sind die beiden für das Kollisionsmonitoring bei Windkraftanlagen regelmäßig aktiv. Da Giorgina am liebsten stundenlang im Wald unterwegs ist, bleibt auch die Suche nach Trüffeln ein wichtiger Teil der gemeinsamen Arbeit. Die Ausbildung zum Goldschakalspürhund begann im Herbst 2020, die Zertifizierung erfolgte im Mai 2021 – und da sowohl Doris und Giorgina als auch Goldschakale im Osten Österreichs „wohnen“ können sie für einen künftigen Einsatz schnell im geplanten Untersuchungsgebiet sein. Mittlerweile arbeitet Doris mit ihrem zweiten Hund Mojo, der ganz fleißig am Lernen ist!


Die Ergebnisse der letzte Studie aus dem paper Hatlauf et al (2021) zusmamengefasst:

Abstract

Golden jackal (Canis aureus moreoticus Geoffroy, 1835) monitoring in central Europe gets more critical with their appearance in new, previously unestablished areas. Compared to research of other mammals, the genetic monitoring of golden jackals via the collection of scats entails challenges. The discrimination of golden jackal scat to other related species such as the red fox (Vulpes vulpes) is crucial and can cause false results in diet analyses or high costs in DNA-analyses. In this study we tested the benefit of using domestic dogs to find scats and distinguish between species. Therefore, we used trained scat detection dogs to locate and identify golden jackal scats in an area of dense shrubland, where golden jackals were previously confirmed with bioacoustic monitoring. On a total 133 km of transects with a minimum of two golden jackal groups, two human-dog teams found 34 scats, of which 26 could be successfully analysed and 19 were genetically attributed to golden jackals. Besides confirming or improving the estimates from bioacoustic stimulation, the inclusion of detection dogs provides a promising additional tool that allows a more detailed research and new knowledge and ensures answers to diverse questions in the long-term.

🕶 Werde informiert!

Leg deine Füße hoch und lass uns die harte Arbeit für dich machen. Trag dich ein, um Rechtzeitig die Erinnerung an den WORLD JACKAL DAY zu erhalten.

Wir senden keinen Spam und teilen niemald deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.